
Buch und Regie: Andreas Orth
Produktion: Anke Meyer
Produzent: Hartmut Klenke
Sender / Sendetermin: ZDF-Reportage am 18. Januar 2002 um 21:15 Uhr
Länge: 30'
Inhalt:
Fast jeden Morgen und Abend greift Elisabeth Emmert zu ihrer Waffe. Mit ihrer Flinte zieht sie im Herbst und Winter, wenn die Jagdsaison beginnt, allein auf die Hochsitze am Rand des Westerwaldes. Sie ist eine passionierte Jägerin und stellt Rehwild und Wildschweinen nach. Stundenlang harrt sie bei Regen und Kälte in der Dämmerung aus. Oft kann sie tagelang kein Wild erspähen. Je nach Jagdglück erlegt sie in einer Saison einige Dutzend Wildschweine, Rehe oder auch Kitze. Sie ist eine gute Schützin. Was für viele Frauen unvorstellbar ist, ist für sie kein Problem: Das Erlegen von lebendigen Tieren mit einem waidgerechten Schuss. Auf dem Bauernhof haben Frauen schon immer geschlachtet", meint Elisabeth Emmert, die als Biologin in der Forstverwaltung arbeitet. Die ZDF Reportage begleitet Elisabeth Emmert bei ihren einsamen Stunden im Wald, beobachtet sie bei Treibjagd und fragt Jäger und Waldbesitzer, was sie von Frauen mit Flinte halten. Noch ist der Jagdausflug eine der letzten Domänen der Männer. Immer mehr Frauen erwerben einen Jagdschein und in machen deutschen Wäldern Jagd auf heimische Wildarten. Schon heute sind 5 % aller Jäger Frauen. Die Tendenz ist steigend. Elisabeth Emmert ist nicht nur Jägerin aus Leidenschaft: Sie stellt nicht prestigeträchtigen Hirschgeweihen nach oder jagt für den heimischen Küchenbedarf, sondern vor allem um den Wald zu schützen. Ein zu dichter Wildbestand schadet dem Aufwuchs von vielen jungen Pflanzen und Baumschösslingen. Aber auch sie kennt ein Gefühl, das sich meist nur kurz vor dem Schuss einstellt: Jagdfieber.
Nächste Sendung:
Donnerstag, 20. Juni 2013 um 22.15 Uhr live im ZDF
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Sonntag, 23. Juni 2013 um 10:15 Uhr im ZDF
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