Zugekiest und zugeschottert

Wie Deutschlands Gärten versteinern

Es ist ein Trend, der Gartenliebhaber zum Gruseln bringt und Naturschützern Sorgen bereitet: Seit einigen Jahren verzichten immer mehr Menschen in ihren Vorgärten auf Büsche, Rasen und Blumen. Stattdessen sollen Schotterflächen aus Marmor, Basalt, Granit, Quarz oder Gletscherkies die Visitenkarte des Hauses pflegeleicht gestalten, mit Steinen gefüllte Drahtmauern ersetzen Hecken. Eine ökologische Katastrophe, so sind Naturschützer überzeugt. Schottergärten nehmen den heimischen Insekten den Lebensraum und sind schlecht fürs Mikroklima. Und nicht nur das: In der heimischen Bevölkerung trifft der zunehmende Abbau der Bruchsteine und Flusskiesel auf immer mehr Widerstand.

Wir begleiten einen Hausbesitzer bei Auswahl und Anlage seines Schottergartens. Worin sieht er die Vorteile? Was antwortet er den Kritikern? Wie wird er von den Händlern beraten? Wir sprechen u.a. mit Insekten- und Umweltforschern und besuchen den Biologen Ulf Soltau, Erfinder der Facebook-Seite „Gärten des Grauens“.

Können Tiere Menschen heilen?

Es gibt Hunde, die Menschen vor drohenden Gefahren warnen und so Leben retten können – bei Unterzuckerung durch Diabetes etwa, epileptischen Anfällen, Herzattacken und Schwindelanfällen. Tiere sind aber auch gute Co-Therapeuten für die Arbeit mit Kindern und Erwachsenen – als emotionale Türöffner für Gespräche, als natürliches Anti-Stress-Mittel, als Lehrer für soziale Kompetenzen. 45min erzählt, wie Tiere den Menschen unterstützen, aber auch welche negativen Folgen der große Boom auf Assistenzhunde und tiergestützte Arbeit mit sich bringt, weil es keine bundesweit geltenden gesetzlichen Qualitätsstandards für die Ausbildung gibt.

Wir begleiten die kleine Bulldogge Barney und ihren Besitzer Mathis Dorn bei der Ausbildung zum Diabetiker-Warnhund. Und sehen wie Caissa Engelke und die Hirtenhündin Fidelia zum Team zusammenwachsen. Caissa leidet an der seltenen Krankheit Morbus Menière.

plan b: Bis zum letzten Krümel

Rezepte gegen Brotverschwendung

Brot ist der Deutschen liebstes Lebensmittel. Über 3000 Sorten – immer schön frisch! Doch es wird zu viel des Guten produziert. Jährlich landen 1,7 Millionen Tonnen Brot und Backwaren im Müll. Dabei geht es nicht nur um weggeworfene Lebensmittel, sondern auch um die Umwelt. Das Ackerland, das nur für die Tonne bewirtschaftet wird, ist größer als Mallorca. Bauern, Bäcker und Brotliebhaber suchen nach neuen Rezepten für altes Brot und gegen Verschwendung.

ZDF Zoom: Streit um die Impfpflicht

Die Impfpflicht soll kommen, per Gesetz: Ab März 2020 sollen Kinder nur noch in die Kita gehen dürfen, wenn sie gegen Masern geimpft sind. Nicht-geimpften Schulkindern drohen hohe Bußgelder.

Weltweit steigen die Maserninfektionen. Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor Impfverweigerern. Um Masern auszurotten, müssten 95% der Bevölkerung geimpft werden. Doch der Impfzwang ist umstritten. Impfgegner und verunsicherte Eltern wollen das Gesetz verhindern. ZDFzoom-Autor Johan von Mirbach sucht nach Antworten auf die Frage: Impfpflicht – ja oder nein?

Die Masern-Impfung ist wichtig. Doch ist deshalb eine Impfpflicht richtig? Auch viele Impfbefürworter wollen keinen Zwang. Es zähle das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Praktiker wie der Arzt Stephan Nolte befürchten eine Spaltung der Gesellschaft und Verhaltensforscherin Cornelia Betsch stellte fest, dass bei einer Impfpflicht gegen Masern andere Impfungen zu kurz kommen. ZDFzoom trifft Kritiker des neuen Impfgesetzes und konfrontiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit den Argumenten der Gegner.

Einsatz Hamburg Hafen – Im Visier des Zolls

„Einsatz Hamburg Hafen – Im Visier des Zolls“ begleitet die Zollbeamten am Hamburger Hafen in ihrem täglichen Kampf gegen Drogen-, Waffenschmuggel und die Einführung von Produktfälschungen. Die dritte lokale Eigenproduktion von National Geographic in Deutschland zeigt eindrucksvoll die effizienten Methoden des deutschen Zolls am Hamburger Hafen. Vom Seebegleitschutz bis zur modernsten Containerprüfanlage der Welt gewährt der Film exklusive Einblicke in die Arbeit des effektivsten Zollamts in Deutschland. National Geographic präsentiert das 45-minütige One-Off „Einsatz Hamburg Hafen – Im Visier des Zolls“ am 29. Juni um 21.00 Uhr.

Plattgemacht. Ein Stadtteil verschwindet

Suhl-Nord, einst modernes Plattenbauviertel in Thüringen, heute geprägt von Abwanderung und Überalterung. Der Leerstand breitet sich wie ein Virus aus. Das Wohngebiet wird abgerissen.

Nach der Wende ging es bergab. Suhl-Nord: Von 14 000 Bewohnern sind nur noch 3650 übrig. Sanierung lohnt nicht, Platte für Platte wird nun abgerissen. Die Bewohner werden umgesiedelt. Was bedeutet es für sie, ihr Zuhause zu verlieren?

Suhl liegt etwa 70 Kilometer südlich von Erfurt. In den 1960er und 1970er Jahren wurde aus dem kleinen Städtchen eine DDR-Vorzeigestadt. Suhl wuchs auf 56 000 Einwohner an. Neue Industrien wurden angesiedelt, der Bedarf an Wohnraum nahm rasant zu. So entstanden ganze moderne Plattenbau-Viertel, auch Suhl-Nord.

Doch nach der Wende begann der Wandel. Die volkseigenen Betriebe schlossen, Arbeitsplätze gingen verloren, die Jungen zogen weg. Der demografische Wandel, der in ganz Deutschland zu verzeichnen ist, macht sich hier mit voller Härte bemerkbar. 40,2 Prozent der Einwohner sind heute über 60 Jahre, der höchste Wert im Vergleich aller kreisfreien Städte und Landkreise in Deutschland. Diese Entwicklung soll sich ändern: In Suhl will man die Schrumpfung als Chance sehen. Die Strategie der Stadt und der städtischen Wohnungsbaugesellschaften heißt: Abriss, bevor sich der Leerstand im Wohngebiet Suhl-Nord ausbreitet. Doch was bedeutet das für die Bewohner, die seit Jahrzehnten in ihrer „Platte“ leben? „37°“ hat ein Jahr lang drei Protagonisten begleitet, die noch in Suhl-Nord leben.

Der Nil – Lebensader Ägyptens

Die dreiteilige Dokumentation ‚Der Nil – Lebensader Ägyptens’ erzählt mit opulenten Bildern von großartigen Landschaften und faszinierenden Menschen, die ihr Leben im Niltal zwischen Aufbruch und Tradition mit Phantasie und Kreativität gestalten. Kein Fluss ist so von Legenden umwoben, kein Fluss beherrscht so sehr das Land, durch das er fließt.

Wir bereisen die Wiege einer großen Zivilisation, deren Bauwerke bis heute in Staunen versetzen.

weitere Sendetermine:
12.08.2018 ab 09:00 Uhr auf Phoenix
14.08.2018 ab 05:00 Uhr auf Phoenix
16.08.2018 ab 16:30 Uhr auf Phoenix

Alltag Armut – Leben in Bremerhaven Lehe

Laut Schuldneratlas ist Bremerhaven Lehe Deutschlands ärmster Stadtteil. Wie es sich hier lebt, fragt diese Dokumentation. Wer kann, zieht weg – oder? Leere Häuser, bröckelnde Fassaden und verrammelte Türen. Viele Anwohner sind arbeitslos und leben von Harz IV. Doch viele fühlen sich hier auch zu Hause. Sie glauben an eine bessere Zukunft. Autor Gregor Eppinger begegnet Heidi, Andrea und Frank, für die Armut Alltag ist, die trotzdem kämpfen und nicht aufgeben.

Typisch! Die Retterin vom Süllberg geht in Rente

In einem Punkt sind Touristen und Blankeneser sich einig: sie lieben Monika Lühmanns Teestube. Touristen wegen des Gebäcks und Blankeneser wegen der Wirtin, die sie auch die „ Johanna vom Süllberg“ nennen. Grundstücksspekulanten hätten den Namen Lühmann dagegen gerne für immer aus jeder Chronik des malerischen Hamburger Nobelvororts getilgt. Wenn Monika Lühmann Milieuzerstörung aus schierer Gewinnsucht wittert, läuft sie nämlich zur Hochform auf und vermasselt Spekulanten regelmäßig das Geschäft. Aber nun sind alle in Aufruhr: Monika Lühmann hat verkündet, dass sie ihr Café aufgibt! Wie das gehen soll, können sich weder Touristen noch Blankeneser vorstellen. Was wird aus den Scones? Was aus den Spekulanten? Aber Monika Lühmann ist wie immer prinzipientreu: kein Mensch sei unersetzlich und man solle schließlich gehen, wenn es am schönsten sei. Außerdem trauen sich ein paar Bewerber die Nachfolge durchaus zu. Doch wissen sie wirklich, in welch große Fußstapfen sie treten?

Terra X – Rätsel Mensch

Als einzigen Lebewesen ist es uns Menschen gelungen, die ganze Erde zu besiedeln, Sprache und Schrift zu entwickeln und uns weltweit zu vernetzen. Was sind unsere evolutionären Wurzeln und wie bestimmen sie noch heute unser Verhalten? Erstmals begleitet ein TV-Team den preisgekrönten Fotografen Jimmy Nelson auf seinen abenteuerlichen Expeditionen zu den letzten ursprünglich lebenden Stämmen der Erde. Mit Spielszenen tauchen die Filme in die Geschichte des Evolutionsbiologen Charles Darwin ein. Er erkannte, dass Affen und Menschen einen gemeinsamen Vorfahren haben. Was uns mit unseren nächsten Verwandten verbindet und was uns von ihnen unterscheidet, ergründen Leipziger Entwicklungspsychologen. Sie vergleichen das Verhalten von Schimpansen und Kindern und entdecken die Natur des Menschen in seiner Fähigkeit zu Empathie und Kooperation. Mit faszinierenden Experimenten enthüllen Psychologen die Mechanismen der Partnerwahl und wie die Liebe in die Welt kam. Der Körpersprachenexperte und „Gedankenleser“ Thorsten Havener entschlüsselt die Geheimnisse der nonverbalen Kommunikation.