plan b: Total normal – Eine Gesellschaft für alle

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Wir alle wollen eine Gesellschaft, in der jeder Mensch seinen Platz hat. Aber Menschen mit Behinderungen werden zu wenig mitgedacht. Den Alltag gemeinsam gestalten, dafür gibt es aber schon viele neue Ideen.

Barrieren grenzen Menschen aus und verhindern Begegnungen. Manchmal stellen Stufen Hindernisse dar, manchmal fehlt die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Das ändern engagierte Menschen, die für mehr Inklusion im Job, im Kulturbereich oder beim Sport sorgen.

Adina Hermann sitzt seit ihrem 10. Lebensjahr im Rollstuhl. „Ich musste immer um alles kämpfen.“ Aber davon hat sie sich nicht entmutigen lassen. Als Vorständin des Vereins „SOZIALHELDEN“ setzt sie sich nun auch beruflich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. In Berlin sucht sie gemeinsam mit Menschen ohne Behinderung barrierefreie Orte und erstellt eine Wheelmap, die jeder nutzen kann. Sie kämpft aber auch für bessere Jobchancen und faire Löhne. Dafür besucht sie in Münster ein vorbildliches Hotel, das inklusive Teams beschäftigt und räumt mit Vorurteilen auf. „Menschen mit Behinderungen sind oft mindestens genauso leistungsfähig wie Menschen ohne Behinderung“.

Die große Flut von Hamburg 1962

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In der Nacht zum 17. Februar 1962 wird Hamburg von einer schweren Sturmflut getroffen. Die Naturkatastrophe überrascht die meisten Bewohner und Bewohnerinnen der Hafenstadt im Schlaf. Der
Orkan „Vincinette“ drückt riesige Wassermassen von der Nordsee in die Elbe. Im Verlauf der Nacht brechen die schützenden Deiche an 60 Stellen. Das Wasser überflutet die tieferliegenden Stadtgebiete, reißt Menschen, Tiere und Häuser mit sich. Viele Bewohner und Bewohnerinnen klettern auf Hausdächer und hoffen in der Februarkälte auf Rettung aus der Luft. Mit waghalsigen Manövern gelingt es den Hubschrauberpilot*innen die Menschen zu bergen. Hamburgs damaliger Polizeisenator Helmut Schmidt organisiert unbürokratisch Hilfe für die vom Wasser Eingeschlossenen. Seinen Ruf als „Macher“, nutzt er später geschickt für seine politische Karriere. In Hamburg kommen bei der Sturmflut 315 Menschen ums Leben. Die Katastrophe von 1962 hat sich ins kollektive Gedächtnis der Hamburger*innen gebrannt. 2022 jährt sich das Ereignis zum 60. Mal. Der Film „Die große Flut von Hamburg 1962“ erinnert mit eindrücklichen Archivbildern und Zeitzeug*innen an die Katastrophe von damals. Die Dokumentation stellt aber auch Bezüge ins Heute her. Die Bilder der zerstörten Häuser in Hamburg erinnern an die verheerende Flut im Ahrtal im Sommer 2021. Werden wir in Zukunft öfter mit solchen Extremwetterlagen zu kämpfen haben? Was vielen unbekannt ist, auch die französische Hauptstadt hat ein Problem mit Hochwasser. Wie können sich Metropolen wie Hamburg oder Paris davor schützen? Denn eines ist sicher: die nächste Flut wird kommen.

Kaminer Inside: Heimatklänge

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Wladimir Kaminer macht sich auf die Reise durch die Republik und trifft Menschen aller Altersklassen, Musiker*innen, Fans, Stars. Eins haben sie alle gemein: die Liebe zur Musik. Die Hymne steht repräsentativ musikalisch für das Land. Doch gibt es über die Hymne hinaus so etwas wie den Klang der Heimat, den Sound eines ganzen Landes? Und wenn es ihn gibt: worin besteht seine besondere Kraft? Für welches Deutschland steht dieser Sound? Welche Werte und Vorstellungen verbinden sich mit ihm?

Winter in den Schweizer Alpen – Wie Tiere überleben

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Drei Herzschläge pro Minute, Verspeisen des eigenen Kots, oder Frostschutzmittel im Zellsaft – im Laufe der Evolution haben Tiere und Pflanzen eine Vielzahl faszinierender und intelligenter Strategien entwickelt, um den Winter in den Alpen zu überstehen.

Während sich Bären und Murmeltiere in ihre schützenden Höhlen zum Winterschlaf zurückziehen, bleiben Steinböcke, Gämsen, Schneehasen oder Bartgeier die kalte Jahreszeit über wach. Diese Tiere mussten sich etwas anderes einfallen lassen um die oft arktischen Temperaturen und das äußerst knappe Nahrungsangebot zu überstehen.

Die Dokumentation zeigt am Beispiel des Schweizerischen Nationalparks, welche Fähigkeiten Alpentiere entwickelt haben, um den kargen und widrigen Bedingungen in bis zu 3000 Meter Höhe dauerhaft standzuhalten. Und wie der Klimawandel das Verhalten der alpinen Bewohner verändert.

Der Park in Graubünden ist das größte Naturschutzgebiet des Landes und der älteste Nationalpark in den Alpen und Mitteleuropas. Er ist den Winter über geschlossen und der Zutritt strengstens verboten. So gibt es wohl keine andere Region in den Alpen, in der Wildtiere derart ungestört bleiben.

Das TV-Team begleitet Parkranger*innen und Forscher*innen, die einzigen, die auch im Winter in der Hochgebirgslandschaft unterwegs sein dürfen. Durch sie eröffnen sich einzigartige Einblicke in eine ansonsten ausschließlich den Wildtieren vorbehaltene Welt.

Kleines Land ganz groß: San Marino

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San Marino ist die älteste Republik der Welt. Im Jahr 301 gründet der Heilige Marinus auf dem Felsmassiv des Monte Titano unweit der italienischen Adriaküste den kleinen Stadtstaat. Die 34.000 Einwohner*innen wollen sich auf ihrer Geschichte allerdings nicht ausruhen. Ihr Blick ist in die Zukunft gerichtet: Sie setzen auf Nachhaltigkeit. San Marino hat sich die Förderung der biologischen Vielfalt auf dem knapp 62 Quadratkilometer kleinen Staatsgebiet auf die Fahnen geschrieben. Auf dieser winzigen Fläche tummeln sich Tier- und Pflanzenarten, die sich an die vielfältige Landschaft angepasst haben. Um die natürliche Schönheit ihres kleinen Fleckens Erde zu erhalten, wollen alle San-Marinesen ihren Beitrag leisten. Junge Getreidebauern säen wieder alte Sorten aus, eine Familie rettet eine regionale Schweinerasse vor dem Aussterben und eine kleine Nonnengemeinschaft verwandelt den Innenhof ihres mittelalterlichen Klosters in einen Gartentraum.

40 Jahre AIDS – Wir leben noch

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„40 Jahre Aids – Schweigen = Tod“ – eine Geschichte von Tod und Überleben, Ausgrenzung und Hoffnung, von schweren Niederlagen und großen Erfolgen. Zu Beginn half nichts gegen das Virus. Eine HIV-Infektion schien der sichere Tod. Als Anfang der 80er Jahre die ersten Patient*innen in San Francisco, Paris oder Berlin an hohem Fieber, Lungenentzündung und Pilzinfektionen erkrankten, waren Ärzte und Ärztinnen ratlos. Die meisten Betroffenen waren homosexuelle Männer, doch woran sie erkrankt waren, wusste man nicht. Panik vor Ansteckung machte sich breit, Regierungen schwankten zwischen Ausgrenzung und Aufklärung, fieberhaft forschte die Wissenschaft an Medikamenten und einem Impfstoff, ein Kampf auf Leben und Tod begann. HIV und Aids wurden zum Schreckgespenst einer ganzen Generation. Bald gab es einen Test, kannte man die Übertragungswege des Virus, erste Medikamente kamen auf den Markt und schufen oft nur weiteres Leid. Zuerst Tausende, bald Millionen auf der Welt erkrankten. Als es gelang die Epidemie durch aufwendige Aufklärungskampagnen und mit Hilfe teurer Medikamente in der westlichen Welt in den Griff zu bekommen, verlagerte sich das Epizentrum nach Asien und Afrika und forderte nun Millionen Tote. Bis heute.

Der französische Arzt und Virologe Willy Rozenbaum behandelte den ersten Aids Patienten Europas, Dietmar Schranz und Dirk Ludigs waren als junge schwule Männer plötzlich mit einer todbringenden Krankheit konfrontiert, Sabine Weinmann kämpfte um ihr Leben und in der Aidshilfe für andere, Ulrich Würdemann und Didier Lestrade begehrten mit Act Up gegen das Schweigen der Gesellschaft auf, Isabelle und Barbie Breakout klären heute über die Erfolge der HIV-Forschung auf und Nikolay Luchenkov berichtet von der schwierigen Situation Aidskranker in Russland. In der Dokumentation “40 Jahre Aids – Schweigen = Tod” werden die Erfolge, aber auch fatale Fehler und tödliche Niederlagen behandelt.

Es ist eine Geschichte vom Sterben, aber auch vom Überleben. Menschen die kämpften, um nicht zu sterben. Opfer, die missbraucht wurden als Versuchskaninchen fehlgeschlagener medizinischer Therapien. Ärzte und Wissenschaftler*innen, die sich aufopferten, fieberhaft forschten. Regierungen, die die Seuche zu lange ignorieren. Es geht um Ausgrenzung, aber auch den hohen Wert weltweiter Aufklärungs- und Informationskampagnen in den vergangenen Jahrzehnten. Es ist eine Blaupause vom richtigen, aber auch falschen Umgang mit einer globalen Epidemie. Viele haben vergessen was Aids bedeutet. Diese Dokumentation erzählt davon.

Ackern für Norddeutschland

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Dass in Norddeutschland Brokkoli, Salat, Kartoffel, Erdbeere und Apfel wachsen, ist den meisten inzwischen bekannt. Was aber passiert eigentlich mit dem Raps von den riesigen Feldern, die weithin gelb leuchtend den Frühling einläuten? Wer weiß, wie aus Rüben Zucker wird? Und wer hätte gedacht, dass in Norddeutschland selbst Exoten wie Tabak oder Nektarien gedeihen. Und viele Landwirt*innen mit Mais und Grünfutter in ihren Ställen noch selbst für Viehfutter sorgen, anstatt Soja aus entfernten Kontinenten zu importieren.

Wie gehen die Landwirt*innen mit immer größeren qualitativen Anforderungen der Verbraucher und ihrer Großabnehmer um? Wie sehr macht der Preisdruck ihnen zu schaffen und wie sehen sie ihre Zukunft, damit ihre Familienunternehmen auch in der nächsten Generation noch profitabel sind?

Vanessa Kossen und Daniel Sprehe sind unterwegs im Norden: auf Feldern, in Verpackungsstraßen, in Ställen und auf großen Maschinen. „Ackern für Norddeutschland“ zeigt die Vielfalt der Landwirtschaft und Menschen, die diese Vielfalt möglich machen.

Rettung für die Alpen – Unterwegs mit Felix Neureuther

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Die Alpen sind vom Klimawandel bedroht. Gletscher und Permafrost schmelzen, die Gefahr von Schnee- und Gerölllawinen nimmt zu. Tier- und Pflanzenwelt sind unter Druck. Für National Geographic macht sich Felix Neureuther auf die Suche nach Lösungen. Der ehemalige Skirennläufer trifft Expert*innen, die ihn auf den aktuellen Stand der Forschung bringen. Wie können wir dazu beitragen, die Alpen zu retten?

Kaminer Inside: Schloss Neuschwanstein

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Ein Schloss wie aus einem Traum, auf einen zerklüfteten Felsen in 1000 Metern Höhe gebaut gilt Neuschwanstein als berühmtestes Märchenschloss der Welt. Schriftsteller Wladimir Kaminer wandelt auf den Spuren seines Bauherrn, König Ludwig II. von Bayern, der Neuschwanstein vor 150 Jahren im Stil einer alten deutschen Ritterburg errichtete. Die Bühnenbilder von Wagners Opern und die Wartburg waren Inspiration für sein romantisches Schloss. In der Abgeschiedenheit der Bergwelt plante der König, die Werke seines Freundes und Idols Richard Wagner Realität werden zu lassen. Doch trotz aller Romantik wollte Ludwig II. nicht auf den Komfort verzichten, den seine Zeit bereits zu bieten hatte. So kommt es, dass Neuschwanstein hinter den Kulissen mit für das 19. Jahrhundert modernster Technik ausgestattet ist, von Zentralheizung, einem Telefon und einer Toilette mit automatischer Wasserspülung.

Aufgrund der Corona-Pandemie war Neuschwanstein monatelang geschlossen – eine einmalige Gelegenheit für Kaminer das Schloss so zu erleben, wie es sich Ludwig II. gewünscht hatte: als Rückzugsort, vollkommen allein, ohne die tausenden Besucher, die normalerweise hier durch die Gänge strömen. Denn Neuschwanstein gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt, jedes Jahr pilgern 1,5 Millionen Besucher ins beschauliche Schwangau, um Ludwigs Märchen live zu erleben. Das hat Spuren hinterlassen: Touristen tragen Staub und Schmutz in das Schloss. Außerdem bringen sie mit der Atemluft, ihrem Schweiß und mit regennasser Kleidung viel Feuchtigkeit ins Schloss. Die Folge: Textilien schimmeln, die Wandfarben verblassen, das Parkett ist kaputt. Für mehr als 20 Millionen Euro wird Neuschwanstein jetzt erstmals seit 130 Jahren restauriert. Ein Mammutprojekt: 93 Räume und mehr als 2300 Einzelobjekte, Gemälde, Möbel, Textilien, Fenster, Türen und Wände werden aufgearbeitet.

Sport statt Pille? Die heilende Kraft der Bewegung

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Wer regelmäßig in Bewegung ist, lebt fit und gesund. Doch warum ist Sport eigentlich so effektiv? Was passiert im Körper, wenn wir auf Hochtouren laufen? Warum fühlen wir uns besser, können klarer denken und verlängern unsere Lebenszeit? Forscher und Forscherinnen aller Fachrichtungen sind überzeugt: Sport wirkt wie pure Medizin – beugt Krankheiten vor und hilft bei der Heilung.

Bewegungsmangel ist mit 20 Prozent eine wesentliche Ursache für viele Volkskrankheiten, wie Demenz. In Magdeburg tanzen Menschen gegen das Vergessen. Bewegungswissenschaftlerin Anita Hökelmann hat gemeinsam mit Neurolog*innen der Universität Magdeburg herausgefunden, dass sportives Tanzen bei Senior*innen nicht nur die Koordination steigert, sondern auch die Merkfähigkeit nachweislich verbessert. Regelmäßiges Tanztraining führt zu Wachstum in den betreffenden Hirnarealen. In ihrer aktuellen Studie wollen die Forscher*innen beweisen, dass bei Demenzkranken der Abbauprozess im Gehirn durch Koordinationstraining aufgehalten oder sogar umkehrt werden kann.

Laufende Studien, die in der Dokumentation vorgestellt werden, legen nahe, dass Sport als integrativer Bestandteil von Therapien – ob bei Krebs, Depressionen oder Herz-Kreislauferkrankungen – zu effektiverer Genesung von Patient*innen führen. Sportmediziner Martin Busse von der Universität Leipzig leitet Studien mit Krebs- und Herzinsuffizienzpatient*innen. Während sich Betroffene früher „schonen“ sollten, raten die Expert*innen heute eindringlich zu mehr Bewegung. Regelmäßiges Training ist bei Herz-Patient*innen ganz entscheidend, um die Lebensdauer zu verlängern und die Lebensqualität zu verbessern. „Bei Stoffwechsel Erkrankungen können wir davon ausgehen, dass durch konsequentes Training, bessere Ernährung, Medikamente deutlich reduziert werden können oder sogar weggelassen werden können,“ erklärt Professor Martin Busse. Ein auf Betroffene abgestimmtes Training führt nicht nur zu effektiveren Heilungsprozessen, sondern senkt auch die Nebenwirkungen aus der medikamentösen Therapie. So vertragen Krebspatient*innen die Chemotherapie nachweislich besser, wenn sie Sport treiben, fühlen sich weniger geschwächt und antriebslos. Bei depressiven Patient*innen gleicht wiederum regelmäßiges Training die mögliche Gewichtszunahme durch Antidepressiva aus, weiß auch der Sportwissenschaftler Markus Gerber der Universität Basel.

Die Dokumentation lässt fachkundige Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen zu Wort kommen, begleitet Patient*innen hautnah auf ihrem Weg der Genesung, den sie maßgeblich mit Sport begehen, und erklärt anschaulich die komplexe Wirkungsweise von Sport.