Gehen – Wundermittel für Körper und Seele

„Raus aus der Komfortzone, rein ins Gehen“. Fitnesspapst Ingo Froböse hätte gern einen Dackel für jede*n auf Rezept, um Schritte zu sammeln. Zügiges Gehen ist ein Multitalent für die Gesundheit: Es erhöht den Sauerstoffumsatz im Körper, trainiert das Herz, stärkt die Gefäße, baut Muskeln auf, versorgt die Gelenke. Auch das Gehirn profitiert. Forscher*innen haben herausgefunden, dass Mäuse in Bewegung im Hippocampus lebenslang neue Gehirnzellen bilden. Die Vermutung: Der Mensch kann mit Bewegung seinen Reservetank im Gehirn auffüllen. Zum motorischen Ablauf des Gehens benötigt der Körper kaum Köpfchen. Der gibt nur die Initialzündung, den Rest erledigt das Rückenmark. Kein Wunder, dass nicht nur Spaziergangsforscher*innen das Gehen nutzen, um auf neue Ideen zu kommen. Gehen schärfe das Bewusstsein. Tatsächlich steigert Bewegung die Leistungsfähigkeit des Gehirns und sorgt für gute Stimmung. Beim Gehen werden Glückshormone ausgeschüttet, die den Alltagsstress wegpusten. Gehen ist längst Therapieform bei psychischen Krankheiten. Doch in den Städten wird es für Fußgänger*innen immer schwieriger, sich einen Weg zu bahnen. In Leipzig will man dem entgegenwirken und plant ein grünes Kleinod hoch über den Dächern der dicht bebauten Stadt.

Sendedatum:in 2021
Länge:52'
Buch und Regie:Birgit Tanner, Frédérique Veith
Autor*in:Birgit Tanner
Kamera:Bernhard Finger, Michael Haesters, Sebastian Jacobi, Matthias Müller, Jaap Oudman, Paul Pflüger, Frank Van Vught
Schnitt:Sven Voß
Redaktion:Marita Hübinger (ZDF)
Produktion:Alex Busch, Christin Gumpert, Nele Joka, Marius Meckl
Herstellung:Ulrike Schwerdtner
Ausführende Produzentin:Martina Sprengel, Anna Grün
Produzentin:Jasmin Gravenhorst