Klimakiller Holzkohle

Ausgezeichnet mit der Goldenen Palme bei den Deauville Green Awards.

Holzkohle ist ein brandheißes Thema – auch mit Blick auf den Klimawandel. Die Dokumentation zeigt, wie in Nigeria und im Kongo Holzkohle erzeugt und gehandelt wird und sie in die EU gelangt. Die Europäer nutzen jährlich 800 000 Tonnen Holzkohle zum Grillen. 70 Prozent kommen aus dem EU-Ausland. In den Säcken steckt oft Kohle aus Tropenholz, dessen Einfuhr in die EU strengen Auflagen unterliegt. Bei der Kohle gibt es diese Auflagen bisher noch nicht. Umweltschützer wollen das ändern.  Um eine Tonne Grillkohle herzustellen, werden in effizienten Meilern drei Tonnen Holz benötigt. In den selbstgebauten Erdmeilern der nigerianischen Köhler sind es bis zu zwölf Tonnen. Die Auswirkungen sind enorm. Allein Nigeria  verlor in der Zeit von 1990 bis 2005 36 Prozent seiner Wälder. Laut UN ist die Kohleproduktion eine der Hauptursachen für die Entwaldung Afrikas und – eng damit verbunden – für die massive Verschlechterung der Bodenqualität und das steigende Risiko von Ernteausfällen.

Die Recherchen für dieses Vorhaben wurden durch ein Stipendium der gemeinnützigen Olin gGmbH unterstützt und von der Journalistenvereinigung netzwerk recherche betreut.

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Informationen zur Sendung

Sendedatum: Wh 12. Dezember 2018 um 21 Uhr auf 3sat, Erstsendung 15. November 2017 um 20:15 auf 3sat
Länge: 43'
Buch und Regie: Johannes Bünger und Vivien Pieper
Mitarbeit: Katja Becker
Kamera: André Krüger und Jonathan Happ
Schnitt: Imke Koseck
Redaktion: Wolfgang Aull
Produktion: Ulrike Schwerdtner
Producer: Martina Sprengel