Louis Begley – Geschichten und Gesetze

Über 30 Jahre arbeitete Louis Begley als Anwalt und Partner in einer der renommiertesten New Yorker Kanzleien, bevor er anfing, zu schreiben. Mit seinem ersten Buch, dem preisgekrönten Bestseller „Lügen in Zeiten des Krieges“ schrieb er sogleich Weltliteratur. Der Roman erzählt die traumatische Überlebensgeschichte eines jüdischen Knaben im Polen der Nazizeit. Begley hat in seinem Debüt viele autobiografische Daten verarbeitet.. Er schöpft beim Schreiben aus dem, was er erlebt hat. Die Banker, Anwälte und Architekten in seinen Romanen sind darin geübt, mit Hilfe von ihrem Vermögen und Intellekt über moralische Zwangslagen hinwegzutäuschen. Die Dokumentation bietet erstmalig die Gelegenheit, dem Schriftsteller im Gespräch mit seiner Frau und seinen Kindern näher zu kommen. Louis Begley besucht seinen Sohn, den Künstler Peter Begley, im Pariser Atelier. Und seine Tochter, die Schriftstellerin Amey Larmore, erzählt, wie wichtig ihr Vater noch immer für sie ist. In der Brasserie Lipp in St. Germain spricht Louis Begley mit seiner Frau, der Schriftstellerin Anka Muhlstein, humorvoll über das gemeinsame Leben und ihre erste Begegnung. Ein langjähriger Freund aus Harvard Zeiten erinnert sich an den Studenten Begley. Er berichtet, wie verschwiegen sein Freund damals über seine Kindheit war: Erst nach einem gemeinsamen Besuch in Dachau berichtete dieser, was er in Polen erlebt hatte. Louis Begley hat seit 1991 acht Romane und zahlreiche Essays neben seiner Tätigkeit als Anwalt verfasst.

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Informationen zur Sendung

Sendedatum: 8 Mai 2011 um 16:30 (arte/BR)
Länge: 45 min.
Redaktion: Christiane von Hahn (arte/BR)
Produktion: Anja Kownatzki
Herstellung: Anke Meyer
Producer: Jasmin Gravenhorst
Ausführende Produzentin: Hartmut Klenke
Drehort: Berlin, Paris, New York City
Autor: Marion Kollbach

Pressestimmen

„Süddeutsche Zeitung“ vom 06.05.2011

„Zeit“ vom 06.05.2011