„Made in Norddeutschland: Salzgitter AG – Die Stahlkocher aus Niedersachsen“ (AT)

In ihren silbrig glänzenden Schutzanzügen sehen sie aus wie Astronauten. Sie wissen: Ein falscher Schritt in die glühende Abstichrinne könnte tödlich sein. Allen Stahlkrisen zum Trotz konnte sich die Salzgitter AG als Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern behaupten. Gegründet wurde das Riesenstahlwerk mit dem Standort Salzgitter 1937 von Hermann Göring. Die Nationalsozialisten planten den Krieg und wollten unabhängig werden von ausländischem Stahl. Im Krieg müssen ausländische Zwangsarbeitern und KZ-Häftlinge im Werk arbeiten. Mindestens 3000 kamen durch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen ums Leben 8 Millionen Tonnen Roheisen werden in der Salzgitter AG heute produziert, rund 10000 Menschen arbeiten an den Standorten Salzgitter, Peine und Ilsenburg. Die Frage ist, wie lange noch; denn der Konzern steht unter Druck: Anbieter aus Fernost und Südeuropa drängen auf den deutschen Markt.

 

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Informationen zur Sendung

Sendedatum: Am 10.12.2014 um 21:00 Uhr im NDR
Länge: 43 Minuten
Buch und Regie: Manfred Uhlig
Redaktion: Silvia Gutmann, NDR
Produktion: Kerstin Peterssen
Herstellung: Anke Meyer
Producer: Brigitta Schübeler
Ausführende Produzentin: Hartmut Klenke
Drehort: Salzgitter