Peter Scholl-Latour: Weltmacht im Treibsand – Bush gegen die Ayatollahs (ZDF)

Als zu Beginn des Jahres 1979 Ayatollah Khomeini nach Vertreibung des Schah die Islamische Republik Iran verkündete, hatte Amerika eine schwere Niederlage in der islamischen Welt erlitten und seinen engsten Verbündeten verloren. Diese schiitische Revolution wurde damals als lokales Phänomen gedeutet, denn nur gut 10 Prozent von 1,3 Milliarden Muslime weltweit sind schiitischen Glaubens. Mit dem Sturz Saddam Husseins hat sich die Situation geändert. Im Nahen und Mittleren Osten zeichnet sich eine geographische Brücke dieser Glaubensgemeinschaft ab, die von Persien über den Irak bis zum Libanon reicht. Dabei gewinnt der Irak zunehmend an Bedeutung. 65% der Bevölkerung sind gläubige Schiiten und im Süden des Landes liegen die wichtigsten Heiligtümer der Glaubensgemeinschaft. Peter Scholl-Latour wird in der Dokumentation eine Bilanz ziehen, 6 Monate nach dem Fall von Bagdad und dem Sturz von Saddam Hussein. Wird Amerika im Irak scheitern ? Welche Rolle spielt die Islamische Republik Iran und welchen Einfluss wird sie auf die Schiiten des Süd-Irak nehmen? Wie ernst sind die Drohgebärden Amerikas in Richtung Teheran?

Informationen zur Sendung

Sendedatum: ZDF am 17. Dezember 2003 um 22:10 Uhr
Länge: 45'
Buch und Regie: Peter Scholl-Latour und Cornelia Laqua
Produktion: Ulrike Römhild
Herstellung: Anke Meyer
Producer: Brigitta Schübeler
Ausführende Produzentin: Hartmut Klenke
Drehort: Iran, Irak, Libanon