Rettung für die Alpen – Unterwegs mit Felix Neureuther

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Die Alpen sind vom Klimawandel bedroht. Gletscher und Permafrost schmelzen, die Gefahr von Schnee- und Gerölllawinen nimmt zu. Tier- und Pflanzenwelt sind unter Druck. Für National Geographic macht sich Felix Neureuther auf die Suche nach Lösungen. Der ehemalige Skirennläufer trifft Expert*innen, die ihn auf den aktuellen Stand der Forschung bringen. Wie können wir dazu beitragen, die Alpen zu retten?

Kaminer Inside: Schloss Neuschwanstein

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Ein Schloss wie aus einem Traum, auf einen zerklüfteten Felsen in 1000 Metern Höhe gebaut gilt Neuschwanstein als berühmtestes Märchenschloss der Welt. Schriftsteller Wladimir Kaminer wandelt auf den Spuren seines Bauherrn, König Ludwig II. von Bayern, der Neuschwanstein vor 150 Jahren im Stil einer alten deutschen Ritterburg errichtete. Die Bühnenbilder von Wagners Opern und die Wartburg waren Inspiration für sein romantisches Schloss. In der Abgeschiedenheit der Bergwelt plante der König, die Werke seines Freundes und Idols Richard Wagner Realität werden zu lassen. Doch trotz aller Romantik wollte Ludwig II. nicht auf den Komfort verzichten, den seine Zeit bereits zu bieten hatte. So kommt es, dass Neuschwanstein hinter den Kulissen mit für das 19. Jahrhundert modernster Technik ausgestattet ist, von Zentralheizung, einem Telefon und einer Toilette mit automatischer Wasserspülung.

Aufgrund der Corona-Pandemie war Neuschwanstein monatelang geschlossen – eine einmalige Gelegenheit für Kaminer das Schloss so zu erleben, wie es sich Ludwig II. gewünscht hatte: als Rückzugsort, vollkommen allein, ohne die tausenden Besucher, die normalerweise hier durch die Gänge strömen. Denn Neuschwanstein gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt, jedes Jahr pilgern 1,5 Millionen Besucher ins beschauliche Schwangau, um Ludwigs Märchen live zu erleben. Das hat Spuren hinterlassen: Touristen tragen Staub und Schmutz in das Schloss. Außerdem bringen sie mit der Atemluft, ihrem Schweiß und mit regennasser Kleidung viel Feuchtigkeit ins Schloss. Die Folge: Textilien schimmeln, die Wandfarben verblassen, das Parkett ist kaputt. Für mehr als 20 Millionen Euro wird Neuschwanstein jetzt erstmals seit 130 Jahren restauriert. Ein Mammutprojekt: 93 Räume und mehr als 2300 Einzelobjekte, Gemälde, Möbel, Textilien, Fenster, Türen und Wände werden aufgearbeitet.

Sport statt Pille? Die heilende Kraft der Bewegung

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Wer regelmäßig in Bewegung ist, lebt fit und gesund. Doch warum ist Sport eigentlich so effektiv? Was passiert im Körper, wenn wir auf Hochtouren laufen? Warum fühlen wir uns besser, können klarer denken und verlängern unsere Lebenszeit? Forscher und Forscherinnen aller Fachrichtungen sind überzeugt: Sport wirkt wie pure Medizin – beugt Krankheiten vor und hilft bei der Heilung.

Bewegungsmangel ist mit 20 Prozent eine wesentliche Ursache für viele Volkskrankheiten, wie Demenz. In Magdeburg tanzen Menschen gegen das Vergessen. Bewegungswissenschaftlerin Anita Hökelmann hat gemeinsam mit Neurolog*innen der Universität Magdeburg herausgefunden, dass sportives Tanzen bei Senior*innen nicht nur die Koordination steigert, sondern auch die Merkfähigkeit nachweislich verbessert. Regelmäßiges Tanztraining führt zu Wachstum in den betreffenden Hirnarealen. In ihrer aktuellen Studie wollen die Forscher*innen beweisen, dass bei Demenzkranken der Abbauprozess im Gehirn durch Koordinationstraining aufgehalten oder sogar umkehrt werden kann.

Laufende Studien, die in der Dokumentation vorgestellt werden, legen nahe, dass Sport als integrativer Bestandteil von Therapien – ob bei Krebs, Depressionen oder Herz-Kreislauferkrankungen – zu effektiverer Genesung von Patient*innen führen. Sportmediziner Martin Busse von der Universität Leipzig leitet Studien mit Krebs- und Herzinsuffizienzpatient*innen. Während sich Betroffene früher „schonen“ sollten, raten die Expert*innen heute eindringlich zu mehr Bewegung. Regelmäßiges Training ist bei Herz-Patient*innen ganz entscheidend, um die Lebensdauer zu verlängern und die Lebensqualität zu verbessern. „Bei Stoffwechsel Erkrankungen können wir davon ausgehen, dass durch konsequentes Training, bessere Ernährung, Medikamente deutlich reduziert werden können oder sogar weggelassen werden können,“ erklärt Professor Martin Busse. Ein auf Betroffene abgestimmtes Training führt nicht nur zu effektiveren Heilungsprozessen, sondern senkt auch die Nebenwirkungen aus der medikamentösen Therapie. So vertragen Krebspatient*innen die Chemotherapie nachweislich besser, wenn sie Sport treiben, fühlen sich weniger geschwächt und antriebslos. Bei depressiven Patient*innen gleicht wiederum regelmäßiges Training die mögliche Gewichtszunahme durch Antidepressiva aus, weiß auch der Sportwissenschaftler Markus Gerber der Universität Basel.

Die Dokumentation lässt fachkundige Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen zu Wort kommen, begleitet Patient*innen hautnah auf ihrem Weg der Genesung, den sie maßgeblich mit Sport begehen, und erklärt anschaulich die komplexe Wirkungsweise von Sport.

37°: Abgebaggert – Leben ohne Kohle

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Die Lausitz ist das wichtigste Industriegebiet Brandenburgs: Knapp 8000 Leute verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Kohle. Außerdem sind bis zu 16.000 Menschen als Dienstleister*innen oder Zulieferer*innen von der Braunkohleindustrie abhängig. Bis 2038 soll das letzte Revier geschlossen werden. Es ist das Ende einer Ära. Das „schwarze Gold“ war einst der Energiemotor der DDR. 80.000 Menschen waren in der Lausitzer Kohleindustrie beschäftigt, für sie wurden Städte aus dem Boden gestampft. Heute wird gegen Leerstand und Überalterung gekämpft. Die Lausitz, die ansonsten wenig Industrie vorzuweisen hat, steht vor einem großen Umbruch. Es gibt kaum einen Menschen, der nicht davon betroffen ist. Der Film begleitet drei Menschen aus der Lausitz, deren Leben bis heute von der Kohle geprägt ist.

The Druids – mysterious priests of the Celts

For a long time, only what ancient authors from Greece and Rome reported about the religious dignitaries of the Celts, the Druids, was known. Fascinating archaeological finds from recent years offer new insights into the cultic practices of the Iron Age. They allow us to draw conclusions about the importance of the druids in Celtic society. With their rituals involving mistletoe, oak woods, magic potions and human sacrifice, they still exert a great attraction on many people today. But what about this image is historically verifiable? What is pure projection? Who were the Druids really? What role did they play in Celtic society and how much truth is there in the image of the wise bearded man in a light-coloured robe with a sickle in his hand cutting mistletoe? Archaeological sites and finds in France, Germany and England reveal a new picture and even allow the assumption that not only men were druids.

Wer ist das Volk? Die neue Gefahr von rechts

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Die Neue Rechte ist auf dem Vormarsch – und zwar weltweit. Jahrzehntelang hatte sie quasi unbemerkt in einer politischen Nische gesteckt, heute setzt sie die liberale Demokratie zunehmend unter Druck. Die aktuellen Corona-Proteste mit ihrem bunten Strauß an Anhängern, von Verschwörungstheoretiker*innen und Esoteriker*innen Seite an Seite mit Rechtsextremist*innen und Neonazis befeuern ihren Aufstieg weiter. Was ist die Neue Rechte? Was ist neu, wo liegen ihre historischen Wurzeln, und was sind ihre Strategien?

Die Dokumentation zeichnet ein umfassendes Bild der Neuen Rechten: In einer sorgfältigen Analyse von Texten und Videoausschnitten und mittels der Einordnung von Politolog*innen, Historiker*innen und Publizist*innen.

Sie ist keine Partei, vielmehr ein Spektrum, eine politische Strömung, ein Netzwerk bestehend aus intellektuellen Vordenker*innen, Denkfabriken, Diskussionszirkeln, Fach-Zeitschriften und Kleinverlagen. Ihre Anhänger*innen sind Rechtsextreme – im konservativ-bürgerlichen Gewand. Neonazis wollen sie nicht sein, auch keine klassischen Faschist*innen: Sie sehen sich selbst als eine Art geistige Elite der Rechten. Neu ist wenig an den Neuen Rechten – ihre ideologischen Wurzeln reichen zurück bis in die Weimarer Republik. Von den alten Rechten unterscheiden sie sich nur in Nuancen, hauptsächlich in ihrer vordergründigen Abgrenzung vom Nationalsozialismus.

45Min: Wem gehört das Wasser? Verteilungskampf im Norden

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Eigentlich gibt es genug Wasser im Norden. Aber: Die vergangenen Jahre haben gezeigt, nicht überall und nicht immer reicht das Wasser für alle. Die Klimakrise macht es spürbar: Das Wasser muss nicht immer reichen. In Lauenau in Niedersachsen brach im vergangenen August die Trinkwasserversorgung zusammen, Trinkwasser gab es nur im Supermarkt, und die Feuerwehr verteilte 10 Liter Wasser für die Toilettenspülung.  Auch die Binnenschifffahrt auf Weser und Elbe musste im vergangenen Jahr aufgrund der niedrigen Wasserstände Einschränkungen hinnehmen. Selbst im Harz wird sichtbar: Es gibt einfach zu wenig Wasser. Die großen Talsperren sind trotz der Regenfälle im Januar und Februar diesen Jahres nicht annähernd gefüllt. Denn obwohl es eigentlich in Gesamtdeutschland noch genug Wasser gibt  - von den rund 188 Milliarden Kubikmetern in Gesamtdeutschland, die im Durchschnitt jedes Jahr durch Regen und Flüsse ins Land kommen, wird nur ein Bruchteil verwendet. Im Jahr 2016 etwa waren es 12,8 Prozent. Die Verfügbarkeit von Wasser ist sowohl regional als auch saisonal unterschiedlich verteilt,  und so konkurriert heute Trinkwasserförderung mit dem Naturschutz und den Interessen von Industrie, Waldbesitzer*innen, Landwirt*innen oder Wassersportler*innen. Und die Konflikte verschärfen sich durch die Klimakrise.

Adventure Harvest

When a harvester takes six tonnes of beans from the field per hour, when a complete 32-hectare wheat field is mown within three hours, or when a planting machine alone puts up to one million iceberg lettuce plants into the ground per day – then it is high season in northern German fields.

Behind these gigantic dimensions are farmers who have to struggle every year with cold snaps, record heat, too much or too little rain. And as if that wasn’t enough, in 2020 there was also Corona. Thousands of harvest workers could not enter the country, fields could not be cultivated and asparagus could not be harvested. Would farmers in northern Germany be able to harvest the usual quantities this year, guarantee supplies, all at stable prices? Or would Corona mean ruin? 2020 poses great challenges for the farmers.

Vanessa Kossen and Arne Jessen accompanied large and important producers for a season and got to know people who grow vegetables, fruit and grain with passion, a willingness to take risks and a love of the product. Things that we can buy as a matter of course in the supermarkets every day.

Funded by nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

plan b: Naturally beautiful – cosmetics rethought

Cream, deodorant, lipstick: hardly anything comes closer to us. This is one of the reasons why consumers increasingly value natural ingredients, less packaging and fair production conditions.

Our cosmetics often contain controversial mineral oils or aluminium salts. They are packaged in disposable plastic. Good reasons to look for alternatives. For example, a deodorant that is 100 per cent natural and without waste. Good for consumers and the environment.

Fewer and fewer consumers want to put just anything on their skin. Instead, less chemicals and plastic in the bathroom. Marina Zubrod, who founded Matica in 2019, is also aware of this. That’s Croatian for queen bee. The name says it all, because the basis of all Matica products is beeswax. “I had major skin problems myself a few years ago, that’s when I started looking into the ingredients in my skincare products and wasn’t exactly “amused”.” The start was brilliant. Within the first six months, the company went through the roof so much that Marina Zubrod’s husband Jan quit his job and joined her company full-time. Marina provides the ideas, Jan tries to put them into practice in their own small laboratory. Their latest idea: a 100 per cent natural roll-on deodorant that still works and comes in refillable packaging. Can it work?

Good viruses, bad viruses

In the current Corona pandemic, the SARS-CoV-2 virus is killing a great many people and limiting life around the globe. But viruses also have good sides that we can use.

According to the common definition, viruses do not count as living beings. Nevertheless, they have a great influence on evolution and are even a part of us humans. Some virus building blocks have anchored themselves in our genome and reproduce with us.

They help us to survive. Viruses built into the human genome – so-called endogenous retroviruses – contribute to the formation of the placenta, for example.

Other viruses attack bacteria, preventing them from spreading and thus creating space for further life. This is also the case in the depths of the sea. There, viruses ensure the ecological balance. For example, they curb the growth of algae by attacking them. Or they infect disease-causing bacteria that target marine animals. So soon, viruses could be used instead of antibiotics in fish farming.

At the Bernhard Nocht Institute in Hamburg, viruses are examined, catalogued and archived. Bird flu, Zika, Ebola – a total of several thousand viruses have been completely sequenced, the actual number is probably many times higher. The Ebola virus is one of the most dangerous viruses worldwide, with a mortality rate of up to 90 percent.  However, the head of virology, Stephan Günther, sees the danger for humans rather in more harmless pathogens: “Actually, one has to say that the more successful viruses are influenza, Spanish flu or now Covid – the well-transmissible viruses.” Because of their much lower mortality rate, they spread much further and thus end up killing more people than those viruses that, when infected, kill almost every infected person.

But viruses can also help heal us: Near Rome, 40 scientists are developing a vaccine against SARS-Cov-2. The researchers are using the shell of a virus they found in the faeces of gorillas as a transport capsule for the vaccine. In this way, they transform a pathogen into an effective drug. Vaccinations against black skin cancer, for example, are also already being carried out – based on viruses that attack cancer cells. The documentary “Good Viruses, Bad Viruses” shows that viruses are much more than disease-causing pathogens. They determine our existence and we can make use of their properties.