Die Flößer vom Ägerisee

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Im Kanton Zug in den Schweizer Voralpen wird ein uraltes Handwerk gepflegt: Das Flößen.

Am Ufer des Ägerisees breitet sich ein 55 Hektar großes und extrem steiles Waldgebiet aus. Hier wird das geschlagene Holz seit jeher über das Wasser abtransportiert. In Mitteleuropa ist diese Tradition heute einzigartig. Dass sie hier noch gepflegt wird, ist Flößermeister Karl Henggeler zu verdanken.

Der Förster aus Oberägeri baut dieses Jahr sein zehntes Floß gemeinsam mit seinen Nachfolgern. Denn noch bevor er in den Ruhestand geht, will er sein Wissen weitergeben.

Macht und Armut – Die Mönche von Cluny

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Die Erneuerung des Christentums – nichts weniger schrieben sich die Gründer der Abtei Cluny auf ihre Fahnen. Vor mehr als 1.000 Jahren streben sie danach, das Ideal klösterlichen Lebens in Abgeschiedenheit und Frömmigkeit wiederzubeleben. Denn die Klöster dieser Epoche waren verweltlicht, die Sitten verlottert. Doch was als innere Erneuerung aus dem Geist des Glaubens heraus gedacht war, nahm bald einen allzu menschlichen Verlauf.

Im frommen Mittelalter ist der Blick der Menschen auf das Leben nach dem Tod gerichtet. Die Furcht vor dem Höllenrost ist groß.

Und hier bieten die Cluniazensischen Mönche einen guten Handel an: sie beten für die Seelen der Gläubigen und bewahren sie so vor ewigen Höllenqualen. Gegen reiche Schenkungen versteht sich. Denn diese Gebete kann sich nur leisten, wer eben die Tage mit der Mehrung seines Reichtums verbringt. Geld gegen Seelenheil – dieses Wirtschaftsmodell macht die Abtei Cluny unglaublich reich.

Doch das ist nur eine Seite der Medaille: ihre dennoch spirituelle Haltung macht die Cluniazenser im gesamten Abendland berühmt. Viele Klöster schließen sich der Reformbewegung an, durch die auch die Romanische Baukunst in Europa verbreitet wird. Die ersten Äbte von Cluny, die lange regieren, haben Gewicht in den großen Auseinandersetzungen dieser Zeit zwischen geistlicher und weltlicher Macht.

Mit ihrem Reichtum errichten die Mönche in Cluny die damals größte Kirche der Christenheit. Doch bald tritt mit den Zisterziensern ein neuer Orden auf. Die Schenkungen werden spärlicher, das Geld geht aus. Ein langsamer Niedergang setzt ein.

Kaminer Inside: Passion Oberammergau

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“Einen Ort wie diesen gibt es nur einmal auf der Welt. Oberammergau ist ein kleines Dorf, irgendwo in Bayern, und doch weltberühmt. Eine unglaubliche Geschichte“, erzählt Wladimir Kaminer. Vor gut 2 Jahren reiste Kaminer, mitten in der Pandemie, zu bedeutenden Festivals, die allesamt nicht stattfinden konnten, darunter auch nach Oberammergau, Heimat der Passionsspiele.

„1634 gelobten die Oberammergauer Gott zu Ehren die Passionsspiele alle 10 Jahre aufzuführen, sollten sie von der Pest verschont bleiben. Die Pest konnten sie abwenden, Corona leider nicht.“ Die für 2020 geplanten Passionsspiele wurden kurz vor der Premiere um 2 Jahre verschoben, auf 2022. Schon damals beschloss Kaminer, die Entstehung der Passionsspiele zu begleiten,von den ersten Proben bis hin zur Premiere im Mai, und dabei zu sein, wenn das ganze Dorf zu neuem Leben erwacht.

Wilde Schweiz – 2. Staffel

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In vier Filmen taucht die zweite Staffel der erfolgreichen Reihe „Unsere Wilde Schweiz“ in die Natur und in die Geschichte von vier Schweizer Naturparks ein, die alle etwas ganz Besonderes auszeichnet.

Die Jungfrau-Region Die Ahn*innen erlebten diese grandiose Landschaft, die heute zu den bekanntesten Ferienzielen der Schweiz zählt, wohl einzig als bedrohliche unbezähmbare Wildnis. Riesige Berge – 50 davon über 3500 Meter hoch – säumen den majestätischen Aletsch-Gletscher. Heute leben die Menschen von und mit dieser beeindruckenden Natur. Sie wagen das Abenteuer Alpabtrieb, erforschen den Gletscher oder betreiben ein stromfreies Hotel. Traditionsbewusst erhalten sie die urigen Walliser Kampfkühe oder halten auf 3500 Metern auf dem Jungfraujoch die wohl berühmteste Forschungsstation der Welt am Laufen. Mal fördert, mal bedroht die Natur ihre Mission. Das Weltnaturerbe zu erhalten, darum geht es ihnen allen.

Naturpark Beverin Vier Täler, drei Schluchten, zwei Sprachen – aber ein Park. Das war die gemeinsame Idee der anliegenden Gemeinden. Der „Capricon“, wie der Steinbock auf rätoromanisch heißt, ist das Wahrzeichen des Parks. In den 1960er Jahren wurde er erfolgreich wieder ausgesetzt. Jüngst zurück ist auch der Wolf. Eine Wildnis, die unterschiedlichste Menschen rund um den Beverin begeistert und für Herausforderungen sorgt. Der Zusammenhalt zeigt Erfolg. Ob Landwirt*innen oder Wildhüter*innen, Umweltschützer*innen oder Senner*innen, Handwerker*innen oder Köch*innen, sie alle engagieren sich für den Erhalt der zauberhaft schönen Natur.

Waadtländer Jura Rund um den See Lac de Joux leben und arbeiten Menschen, die sich kaum einen schöneren Fleck Erde als die spezielle Welt im rauen Jura-Gebirge vorstellen können. Bei Wind und Wetter schenkt Caroline Khamissé vom Naturpark Hermelinen ein neues Zuhause. Ornithologe Yves Ménétrey kämpft unermüdlich für die Zukunft des Raufußkauzes. Voller Neugierde geht Biologe Arnaud Maeder dem Leben der größten Ameisenkolonie Europas nach. Familie Golay lebt seit Generationen im Vallée de Joux und arbeitet mit Leib und Seele in Forst- und Viehwirtschaft. Abenteuerlustig führt Outdoor-Guide Diane Hostettler Menschen zurück in die Natur. Eins verbindet sie alle: ein Stück Land, wie aus der Zeit gefallen. Wer hier geboren ist, so heißt es, kommt immer zurück.

Das Calancatal Das Calancatal im Süden Graubündens ist eines der abgelegensten und ursprünglichsten Täler der Schweiz. Hier liegt der „Parco Val Calanca“, der kleinste Naturpark des Landes, und der einzige im italienischsprachigem Gebiet. Calanca bedeutet steil, abschüssig. Seinen Namen trägt das wilde und schöne, aber schmale Tal zu Recht, hat es sich doch tief in die Berge eingeschnitten. Kleine Dörfer und Weiler klammern sich an Sonnenterrassen, einige sind nur zu Fuß oder per Seilbahn zu erreichen.

11. April 2022 auf arte
um 17.50 Uhr: Jungfrau-Region
um 18.30 Uhr: Calancatal

12. April 2022 auf arte
um 17.50 Uhr: Jura
um 18.35 Uhr: Beverin

plan b: Total normal – Eine Gesellschaft für alle

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Wir alle wollen eine Gesellschaft, in der jeder Mensch seinen Platz hat. Aber Menschen mit Behinderungen werden zu wenig mitgedacht. Den Alltag gemeinsam gestalten, dafür gibt es aber schon viele neue Ideen.

Barrieren grenzen Menschen aus und verhindern Begegnungen. Manchmal stellen Stufen Hindernisse dar, manchmal fehlt die Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Das ändern engagierte Menschen, die für mehr Inklusion im Job, im Kulturbereich oder beim Sport sorgen.

Adina Hermann sitzt seit ihrem 10. Lebensjahr im Rollstuhl. „Ich musste immer um alles kämpfen.“ Aber davon hat sie sich nicht entmutigen lassen. Als Vorständin des Vereins „SOZIALHELDEN“ setzt sie sich nun auch beruflich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. In Berlin sucht sie gemeinsam mit Menschen ohne Behinderung barrierefreie Orte und erstellt eine Wheelmap, die jeder nutzen kann. Sie kämpft aber auch für bessere Jobchancen und faire Löhne. Dafür besucht sie in Münster ein vorbildliches Hotel, das inklusive Teams beschäftigt und räumt mit Vorurteilen auf. „Menschen mit Behinderungen sind oft mindestens genauso leistungsfähig wie Menschen ohne Behinderung“.

Winter in den Schweizer Alpen – Wie Tiere überleben

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Drei Herzschläge pro Minute, Verspeisen des eigenen Kots, oder Frostschutzmittel im Zellsaft – im Laufe der Evolution haben Tiere und Pflanzen eine Vielzahl faszinierender und intelligenter Strategien entwickelt, um den Winter in den Alpen zu überstehen.

Während sich Bären und Murmeltiere in ihre schützenden Höhlen zum Winterschlaf zurückziehen, bleiben Steinböcke, Gämsen, Schneehasen oder Bartgeier die kalte Jahreszeit über wach. Diese Tiere mussten sich etwas anderes einfallen lassen um die oft arktischen Temperaturen und das äußerst knappe Nahrungsangebot zu überstehen.

Die Dokumentation zeigt am Beispiel des Schweizerischen Nationalparks, welche Fähigkeiten Alpentiere entwickelt haben, um den kargen und widrigen Bedingungen in bis zu 3000 Meter Höhe dauerhaft standzuhalten. Und wie der Klimawandel das Verhalten der alpinen Bewohner verändert.

Der Park in Graubünden ist das größte Naturschutzgebiet des Landes und der älteste Nationalpark in den Alpen und Mitteleuropas. Er ist den Winter über geschlossen und der Zutritt strengstens verboten. So gibt es wohl keine andere Region in den Alpen, in der Wildtiere derart ungestört bleiben.

Das TV-Team begleitet Parkranger*innen und Forscher*innen, die einzigen, die auch im Winter in der Hochgebirgslandschaft unterwegs sein dürfen. Durch sie eröffnen sich einzigartige Einblicke in eine ansonsten ausschließlich den Wildtieren vorbehaltene Welt.

Kleines Land ganz groß: San Marino

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San Marino ist die älteste Republik der Welt. Im Jahr 301 gründet der Heilige Marinus auf dem Felsmassiv des Monte Titano unweit der italienischen Adriaküste den kleinen Stadtstaat. Die 34.000 Einwohner*innen wollen sich auf ihrer Geschichte allerdings nicht ausruhen. Ihr Blick ist in die Zukunft gerichtet: Sie setzen auf Nachhaltigkeit. San Marino hat sich die Förderung der biologischen Vielfalt auf dem knapp 62 Quadratkilometer kleinen Staatsgebiet auf die Fahnen geschrieben. Auf dieser winzigen Fläche tummeln sich Tier- und Pflanzenarten, die sich an die vielfältige Landschaft angepasst haben. Um die natürliche Schönheit ihres kleinen Fleckens Erde zu erhalten, wollen alle San-Marinesen ihren Beitrag leisten. Junge Getreidebauern säen wieder alte Sorten aus, eine Familie rettet eine regionale Schweinerasse vor dem Aussterben und eine kleine Nonnengemeinschaft verwandelt den Innenhof ihres mittelalterlichen Klosters in einen Gartentraum.

Ackern für Norddeutschland

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Dass in Norddeutschland Brokkoli, Salat, Kartoffel, Erdbeere und Apfel wachsen, ist den meisten inzwischen bekannt. Was aber passiert eigentlich mit dem Raps von den riesigen Feldern, die weithin gelb leuchtend den Frühling einläuten? Wer weiß, wie aus Rüben Zucker wird? Und wer hätte gedacht, dass in Norddeutschland selbst Exoten wie Tabak oder Nektarien gedeihen. Und viele Landwirt*innen mit Mais und Grünfutter in ihren Ställen noch selbst für Viehfutter sorgen, anstatt Soja aus entfernten Kontinenten zu importieren.

Wie gehen die Landwirt*innen mit immer größeren qualitativen Anforderungen der Verbraucher und ihrer Großabnehmer um? Wie sehr macht der Preisdruck ihnen zu schaffen und wie sehen sie ihre Zukunft, damit ihre Familienunternehmen auch in der nächsten Generation noch profitabel sind?

Vanessa Kossen und Daniel Sprehe sind unterwegs im Norden: auf Feldern, in Verpackungsstraßen, in Ställen und auf großen Maschinen. „Ackern für Norddeutschland“ zeigt die Vielfalt der Landwirtschaft und Menschen, die diese Vielfalt möglich machen.

Rettung für die Alpen – Unterwegs mit Felix Neureuther

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Die Alpen sind vom Klimawandel bedroht. Gletscher und Permafrost schmelzen, die Gefahr von Schnee- und Gerölllawinen nimmt zu. Tier- und Pflanzenwelt sind unter Druck. Für National Geographic macht sich Felix Neureuther auf die Suche nach Lösungen. Der ehemalige Skirennläufer trifft Expert*innen, die ihn auf den aktuellen Stand der Forschung bringen. Wie können wir dazu beitragen, die Alpen zu retten?

Kaminer Inside: Schloss Neuschwanstein

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Ein Schloss wie aus einem Traum, auf einen zerklüfteten Felsen in 1000 Metern Höhe gebaut gilt Neuschwanstein als berühmtestes Märchenschloss der Welt. Schriftsteller Wladimir Kaminer wandelt auf den Spuren seines Bauherrn, König Ludwig II. von Bayern, der Neuschwanstein vor 150 Jahren im Stil einer alten deutschen Ritterburg errichtete. Die Bühnenbilder von Wagners Opern und die Wartburg waren Inspiration für sein romantisches Schloss. In der Abgeschiedenheit der Bergwelt plante der König, die Werke seines Freundes und Idols Richard Wagner Realität werden zu lassen. Doch trotz aller Romantik wollte Ludwig II. nicht auf den Komfort verzichten, den seine Zeit bereits zu bieten hatte. So kommt es, dass Neuschwanstein hinter den Kulissen mit für das 19. Jahrhundert modernster Technik ausgestattet ist, von Zentralheizung, einem Telefon und einer Toilette mit automatischer Wasserspülung.

Aufgrund der Corona-Pandemie war Neuschwanstein monatelang geschlossen – eine einmalige Gelegenheit für Kaminer das Schloss so zu erleben, wie es sich Ludwig II. gewünscht hatte: als Rückzugsort, vollkommen allein, ohne die tausenden Besucher, die normalerweise hier durch die Gänge strömen. Denn Neuschwanstein gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt, jedes Jahr pilgern 1,5 Millionen Besucher ins beschauliche Schwangau, um Ludwigs Märchen live zu erleben. Das hat Spuren hinterlassen: Touristen tragen Staub und Schmutz in das Schloss. Außerdem bringen sie mit der Atemluft, ihrem Schweiß und mit regennasser Kleidung viel Feuchtigkeit ins Schloss. Die Folge: Textilien schimmeln, die Wandfarben verblassen, das Parkett ist kaputt. Für mehr als 20 Millionen Euro wird Neuschwanstein jetzt erstmals seit 130 Jahren restauriert. Ein Mammutprojekt: 93 Räume und mehr als 2300 Einzelobjekte, Gemälde, Möbel, Textilien, Fenster, Türen und Wände werden aufgearbeitet.